Nachsaat
Mit „Nachsaat“ wird das Einbringen von Saatgut in einen vorhandenen Pflanzenbestand, insbesondere bei Grünland und Rasen, bezeichnet. Das Gegenteil ist die Neuansaat auf einer vegetationsfreien Fläche.
Eine Nachsaat kann maschinell (Einsaat/Durchsaat) oder nicht maschinell (Übersaat) durchgeführt werden. Bei maschineller Nachsaat kann Schlitz-, Scheiben-, Zahnrillen- oder Frästechnik zum Einsatz kommen. Der Reihenabstand sollte maximal 10 cm betragen. Als Ausbringungsmenge wird 20kg Saatgut pro Hektar empfohlen. Eine nicht maschinelle Nachsaat kann zusammen mit anderen Arbeitsgängen durchgeführt werden, beispielsweise im Rahmen einer Düngung (Düngerstreuer, Güllefass), oder dem Verteilen von Schneckenkorn. Finden mehrere solcher Arbeitsgänge statt, kann die Saatgutmenge auch in Portionen bis 5 kg/ha aufgeteilt werden. Der Erfolg der Maßnahme ist entscheidend von der Wasserversorgung (Niederschläge) des ausgebrachten Saatgutes abhängig. Außerdem kann ein Pflegeschnitt die Konkurrenzkraft der anstehenden Grasnarbe schwächen und somit die Etablierung der Keimlinge fördern.